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Hier ist die Antwort von HPB wieder auf die Frage: "Was ist das, bzw. wer sind die Geschöpfe Arvaksrotas (Arvâksrotas)?", die Evgeni aus Kanada im Forum der Homepage www.chelas.org gestellt hatte.

 

 

06. 12. 2006

Meister HPB:

 

 

Na, was hat Euch zu mir geführt?"

 

 

– Es hat mit der Frage von Evgeni aus Kanada zu tun, der uns Folgendes mitgeteilt hat:

 

"Sagen Sie Ihrem "Meister HPB", wenn ich mit allem, was in der "Geheimlehre" geschrieben steht, einverstanden wäre, würde ich keine weiteren Fragen stellen. Versuchen Sie doch einen anderen "Meister" zu fragen, von mir aus befragen sie alle nacheinander. Vielleicht erklären es die anderen besser. Vielleicht erklären sie wenigstens, was der Begriff Arvaksrotas bedeutet. Oder wenn Sie so klug sind, geben Sie Ihre Erklärung".

 

Daraufhin wandte sich HPB an Evgeni:

"Vielleicht haben Sie eine schlechte Übersetzung der "Geheimlehre"?

 

Evgeni antwortete:

"Ich habe eine Fotokopie der Originalausgabe 1888."

 

 

Ich weiß, dass sie nichts von dem verstehen, was ich geschrieben habe. Aber von dem, was vor meiner Zeit geschrieben wurde, konnte überhaupt keiner etwas verstehen. Meine ersten MEISTER K.H. und K.D. haben mir die Anfangskenntnisse gegeben, damit ich wenigstens irgendein Material erarbeiten konnte, um die Menschen zu unterstützen, damit sie eins von dem anderen unterscheiden und zu einem bestimmten Niveau des Wissens gelangen konnten.

 

Es waren Manuskripte, sehr alte Manuskripte. Seinerzeit wurden sie verbrannt. Sie wurden von Barbaren vernichtet. Es sind nur die Energie-Informationsabdrucke im Akasha geblieben. Das heisst, dass ich sie nur in feinstofflicher Form lesen konnte. Ohne die Sprache zu kennen, habe ich vieles in der telepathischen Liste verstanden. Und das ist der Fall bei jenem MITARBEITER, der einen derart vollkommenen Zugang [zu dem SYSTEM, um die Informationen zu empfangen – Anmerkung der Übersetzerin] hat, dass er alles lesen, kann als wäre es auf einem Blatt Papier geschrieben. Erst dann beginnt die richtige Arbeit, die nur sehr wenige durchhalten.

 

Akasha [die Sphäre der Energie-Information – Anmerkung der Übersetzerin] ist kein Äther, sondern es sind Energie-Informationsabdrucke von all dem, was geschah, was geschieht und was geschehen wird. Gerade im Akasha befinden sich alle Informationen über Ankunft und Ausscheiden der WESEN. Man kann es auch anders ausdrücken: Akasha – das ist jenes auf dem feinstofflichen Plan zusammengestellte Archiv, das es ermöglicht, jede Information empfangen zu können. Auch meine Arbeit hatte mit der Projektion des Akasha auf dem feinstofflichen Plan zu tun. Doch das bedeutet noch lange nicht, dass ich nur Medium war. Ich arbeitete im Akasha und hatte mit äußerst unterschiedlichen Informationen zu tun. Darin bestand meine Arbeit. Doch alles fand in meinem Bewusstsein statt und ich kenne jede Zeile von dem, was ich gelesen hatte.

 

Um derartige Informationen empfangen zu können, bin ich den langen Weg dauernder Umgestaltungen und Transmutationen meiner feinstofflichen Körper gegangen, bis ich letztendlich die Fähigkeit erlangte, auf diese Art und Weise zu lesen. Derartige Prozesse finden nicht von selbst statt. Um ein solches Niveau der Arbeit zu erreichen, muss man schon einen starken Willen und Geist haben und erfinderisch sein bei der Überwindung großen Widerstandes von Außen- und Innenwelt. Gewiss, ich habe meine positiven Gedankenformen in Bezug auf jene langfristige Arbeit, die mit mir durchgeführt wurde und im Ergebnis derer ich gelernt hatte, bei vollem Bewusstsein im Akasha tätig zu sein.

 

Doch ich glaube nicht, dass viele denkende Menschen der Gegenwart – und zwar unterschiedliche Menschen, angefangen von ganz einfachen bis zu progressiven Gemütern der Menschheit, ganz gleich, ob sie sehr eifrige Denker oder feine Theosophen sind, – meinen Pfad betreten werden und jenes Wissen erwerben können, das ich auf dem feinstofflichen Plan mir angeeignet hatte. Es ist hier überhaupt nicht am Platze, mich und meine Kolleg n als "astrale Meister" zu bezeichnen. Welche "astralen Meister" sind wir denn, wenn klares

Bewusstsein, Aktivität, Arbeitsfähigkeit, aktives Wissen vorhanden sind und jene Arbeit, mit der man vielen Wesen widerstehen muss, die nicht einmal über eine minimale Erfahrung auf dem Gebiet des Wissens verfügen?

 

Ich sehe keinen Sinn darin, jemandem eine Erklärung darüber abzugeben, dass ich jetzt nicht auf dem ASTRALEN PLAN tätig bin. Es eine Erdichtung; wir werden noch Jahre brauchen, um sie zu eliminieren, denn allein jene Arbeit bringt Früchte, die mit der planetaren HIERARCHIE der MEISTER in Verbindung steht. Natürlich, jetzt kann man alles Mögliche behaupten, kann man verletzen und erniedrigen. Doch allein die Arbeit zum Wohl der Menschheit macht es möglich, sich vor allen Angriffen zu schützen.

 

Wie viele waren sie denn, die "Akashisten", wenn man sie so nennen darf! Ich kenne jeden von ihnen. Für sie ist es ganz bequem, auf diese Art und Weise zu arbeiten, denn sie arbeiten für sich selbst, ohne an jeden Einzelnen, ohne an alle zu denken. Doch daran muss man denken. Erst dann hat diese Arbeit einen ganz anderen Stellenwert, denn hinter ihr stehen sehr viele Ausarbeitungen, gewichtige Ausarbeitungen, keine Arbeit für einen Tag. Das heisst: Ihr bezieht neue und neue Blöcke der Information in die Arbeit ein, Ihr arbeitet mit dieser Information, und zwar nicht, weil Ihr nichts anderes zu tun hättet, sondern Ihr arbeitet jeden Block der Information vernünftig durch, um ein Resultat zu erzielen, ein praktisches Resultat, in dem jene Technologien, die für die ganze Menschheit notwendig sind – nicht nur für Euch selbst! –, vom feinstofflichen auf dem physischen Plan materialisiert werden. Genau hier liegt die Grenze, die einen Individualisten, einen Konsumenten von einem Mitarbeiter der HIERARCHIE unterscheidet. Einem Mitarbeiter ist es egal, mit wem er zusammenarbeitet und wie er arbeitet. Für ihn ist es wichtig, ein richtiges, ein positives Resultat zu erzielen. Das heisst: Ihr bewegt Euch in die richtige Richtung. Daran bin ich als MITARBEITER und MEISTER der HIERARCHIE – nicht als "Akashistin" mit einer "fragwürdigen" Arbeitserfahrung – jetzt voll überzeugt. So nennen mich doch Euere Opponenten, nicht wahr?

 

Ich weiß, dass es denen bevorsteht, viel von Euch zu lernen, wenn sie sich Gedanken machen und begreifen, worum es eigentlich geht.

 

Ich weiß, dass sich viele sogenannte Forscher des feinstofflichen Planes (ich fürchte nicht, sie so zu bezeichnen) mit den Manuskripten der "Akashisten" nur oberflächlich beschäftigen. Doch man muss sehen und erkennen, wodurch sich ein solches Manuskript von einem anderen Manuskript unterscheidet. Denn es sind ernsthafte Arbeiten, sie sind erhaben. Solche Arbeiten verschwinden nicht aus den Augen, sie geraten nicht in Vergessenheit, sie werden über lange Zeit gebraucht. Diese Manuskripte enthalten sehr unterschiedliches Wissen hinsichtlich Qualität, Niveau und Inhalt. Mit der Zeit werden sie sicherlich die Qualität jenes auserlesenen Weins annehmen, den die Kenner mit vollem Genuss degustieren. Deshalb werden wir immer mehr bewusste mentale Konsumenten sein, damit unsere vom Akasha empfangenen Informationen einen noch feineren Geschmack bekommen und keinen unangenehmen Nachgeschmack hinterlassen, was sich viele wünschen. 

 

 

Der Begriff Arvaksrotas wurde unterschiedlich gedeutet. Hier ist eine Deutung, die ich schon einmal erwähnt habe als ich den Begriff ausführlicher erklären wollte. Doch der tiefe Sinn dieses Akasha-Wissens vom wurde wahrscheinlich bis heute nicht verstanden.

 

Ich versuche jetzt, diese Deutung zu erklären. Arvaksrotas – das ist eine besonders sentimentale Vorstellung von jenem Halbgott-Halbmenschen, der von GOTT, vom WELT-LEHRER, vom SCHÖPFER im Ashram geschaffen wurde. Diese Vorstellung erwähnte ich in einem der ersten meiner Manuskripte, in dem ich versuchte, diesen Begriff von dem anderen

Begriff der Gestaltung des GÖTTLICHEN Menschen zu unterscheiden. Viel später habe ich diese Gedankenform realistischer ausgedrückt, und zwar – vom GÖTTLICHEN Menschen zu jenem Menschen "aufrechten Ganges", der seine PERSÖNLICHKEIT bereits besitzt.

 

Meine Gedankenform in Bezug auf die Regeln, wie man mit meinen Akasha-Manuskripten umgehen soll, kommt besonders gut im Folgenden zum Ausdruck. Nicht alles, was die MEISTER in ihren Botschaften, Texten sagen, darf man wörtlich verstehen. Es ist nicht korrekt, wenn man sich an das einzelne Wort klammert und danach in übertriebener Weise bestrebt ist, alle Manuskripte von Akasha zu erkennen.

 

Ich möchte Euere Aufmerksamkeit auf drei Momente lenken.

 

Es geht nicht darum, alles wörtlich zu verstehen. Denn es handelt sich um Akasha-Manuskripte. Da gibt es weder eine Art noch eine Form, auf die die Menschen heute sowohl auf dem feinstofflichen als auch auf dem physischen Plan stoßen und in denen der Sinn dieser Manuskripte dargestellt wird.

 

Es ist Arbeit des Erschaffens. Das heisst: Alles sieht hier (im Akasha) so aus, wie es in Wirklichkeit sein könnte. Doch ein solches Manuskript enthält nicht Formen, die jeder von Euch unbedingt erkennen kann. Solche Formen der Konkretisierung gibt es hier nicht. Daher muss man diese Manuskripte als Urquelle, als Bedeutung des gegebenen Wortes betrachten. Alles befindet sich hier im Prozess des Reformierens.

 

Nichts befindet sich hier in der Starre. In jedem neuen Abschnitt geschieht hier eine Umgestaltung des Sinnes, und zwar taktisch und praktisch.

 

Wenn Sie diese Manuskripte bereits gelesen haben, sollten Sie verstehen, dass es keine Form gibt, in welcher der Sinn zum Ausdruck kommt. Es wird allein die Richtung des Denkens, des Wissens gewiesen. Das heisst: Das Umbilden der Form dient hier der Aneignung des Wissens.

 

Letztendlich lesen die Information nicht Sie. Das Aneignen dieses Wissens wird Ihnen durch den über IHNEN stehenden Leiter des WESENS – durch IHR HÖHERES SELBST – gewährleistet. Wenn Sie vom Leiter getrennt sind, eignen Sie sich allein jenes Wissen an, das Sie sich nur durch das Lesen des Textes auf einer Seite anzueignen vermögen. Doch dies wäre unnötige Arbeit. Die Arbeit auf dem feinstofflichen Plan führen Sie selbst durch, Ihr niederes Selbst, und nicht Ihr WESEN, mit dem Sie verbunden sind. Doch Ihr niederer physischer Leiter ist nicht fähig, sich alle Informationen anzueignen. Es gibt Informationen, die von oben gegeben werden und allein IHR HÖHERES SELBST, IHR GÖTTLICHES WESEN ist in der Lage, sie zu lesen, zu bewerten und im Gedächtnis zu speichern. Darin besteht der HÖHERE Sinn der Bearbeitung der Akasha-Manuskripte. Sonst hätte die ganze Arbeit gar keinen Zweck gehabt. Sonst hätte sich alles in Automatismus umgewandelt, mehr nicht. Nehmen Sie auf sich nicht mehr, als Sie bewältigen können.

 

Akasha bedeutet gleichzeitiges Erkennen durch Gemüt und HÖHERE Vernunft. Darauf wird die Software Ihres WESENS aufgebaut. Doch gewähren Sie ihm Freiheit. Gewähren Sie ihm das Recht der Wahl, in dem es auch tätig wird, indem es dieses Wissen sich aneignet. IHR HÖHERES SELBST arbeitet, liest und erkennt zusammen mit Ihnen. Schließen Sie Ihre niedere Pforte. Öffnen Sie die HÖHERE Pforte. Erst dann werden Sie dieses WISSEN verstehen. Ohne dies können Sie mit den Akasha-Texten nicht weiter arbeiten. Da ist jedes Wort mit dem MANAS-WISSEN gefühlt. Da wird durch jedes Wort jenes VEDISCHE Wissen vermittelt, von dem Sie sich in Voraus trennen, wenn Sie sich von IHREM HÖHEREN WESEN trennen.

 

Die Arbeit des MANAS geschieht auf den HÖHEREN PLÄNEN. Wir können nicht die gleichen Fähigkeiten allen und zu gleicher Zeit gewähren. Dank Ihnen, dank allein Ihren Bemühungen und Ihrer Willensstärke können Sie den Widerstand des Außenplanes überwinden und zusammen mit IHREM HÖHEREN SELBST in das Flussbett der Erschaffung gelangen und jene Information empfangen, von der Sie träumen.     

  

Ich habe bereits erwähnt: Man kann sich mit jedem einzelnen Begriff im Sanskrit beschäftigen.

 

Der Begriff Arvaksrotas lässt mehrere Deutungen zu. Hier bietet es sich an, die Deutung "GÖTTLICHES WESEN des Menschen" zu verwenden, das heisst, es geht um das HÖHERE SELBST des Menschen. In anderen, einfachen Worten zum Ausdruck gebracht, wäre man gezwungen, hier von "Gott-Menschen" zu sprechen.

 

Arvaksrotas – das ist nicht die PERSÖNLICHKEIT des Menschen, sondern sein GÖTTLICHER Prototyp, sein GÖTTLICHES WESEN. Das heisst, es handelt sich hier um das HÖHERE SELBST des Menschen.

  

 

 Übersetzung aus dem Russischen:  ©  Ludmilla Mendelewa  2007