Copyright    ©   2009   Tarasov A.V.,  Tarasova D.A.

 

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Die Ökologie der Existenz des Menschen

 

Dina Tarasova

 

Regelmäßige Reinigung der feinstofflichen Körper sowie des physischen Leiters ist der Beweis der geistigen und der physischen Gesundheit des Menschen.

 

Alice A. Bailey

"Eine Abhandlung über kosmisches Feuer"

 

 

  Das Blut ist das Leben; das Blut ist die SEELE.

 

Alice A. Bailey

"Die Seele und ihr Mechanismus"

 

 

Das Wort Ökologie hat griechische Wurzeln und assoziiert sich mit der Umwelt. Alle Lebewesen (auch der Mensch) befinden sich ständig in einer bestimmten Umgebung bzw. in einem bestimmten Lebenskreis, das heißt unter bestimmten Umweltbedingungen. Leider haben sich die Umweltbedingungen in der letzten Zeit allgemein verschlechtert. Darunter leidet das Tierreich, das Pflanzenreich und natürlich der Mensch. Die evolutionären Prozesse stehen nicht still, sondern entwickeln sich, und zwar sowohl in der belebten als auch in der unbelebten Natur. In der belebten Natur werden immer öfter "Störungen im Programm" beobachtet, die zu ernsthaften Folgen – Mutationen – führen. Eine Mutation (lat. mutatio – "Veränderung", "Wechsel") beinhaltet jene sprunghafte Veränderung der Struktur der Erbzellen, die zu Veränderungen der vererbbaren charakteristischen Merkmale führt. Inzwischen ist die Mutation zum Prinzip geworden, das sich der Kontrolle seitens der Gesetze der evolutionären Entwicklung der belebten Natur entzogen hat, das heißt, der Prozess der Mutation ist nicht mehr vollständig steuerbar. Das ist die gegenwärtige Tendenz der evolutionären Entwicklung. Wohin kann sie in absehbarer Zukunft führen? – zur Entstehung von Mutanten als Folge kaum steuerbarer Prozesse.

Während der Prozesse der Evolution haben sich artverschiedene Formen der Lebewesen zum gegenseitigen Nutzen aneinander angepasst, das heißt, sie leben über Millionen von Jahren in Symbiose (griech. "Zusammenleben"). Die nicht sanktionierten Veränderungen bzw. Mutationen einiger Formen der Lebewesen ziehen Veränderungen in den Formen der Symbiose nach sich. – Gerade das wird gegenwärtig in der Natur beobachtet.

Wir sprechen über die Ökologie der Existenz des Menschen, denn gerade sie weist alle charakteristischen Merkmale des modernen Prozesses der Zivilisation auf. Sie ist heute zum Gegenstand der Forschung jener Wissenschaftler geworden, die Problemlösungen suchen. Die Probleme der Gesundheit und des Überlebens des Menschen unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Bedingungen sind heute so aktuell wie nie zuvor. Sogar die primären Prozesse der Adaption brauchen sehr viel Zeit für ihre Entwicklung, manchmal sogar Tausende von Jahren. Die gegenwärtige ökologische Krise lässt uns keine Zeit mehr. – Dies ist die bedeutendste Besonderheit der modernen Periode der Existenz. Die Menschheit muss nirgendwohin eilen, sondern sie muss anhalten, um zu begreifen, was in Wirklichkeit geschieht, und sie muss beginnen, ihre eigene Einstellung zur Umwelt zu ändern.

 

Es gibt zwei Aspekte der Ökologie des Menschen: den medizinischen und den sozialen. Die Besonderheit des medizinischen Aspektes besteht darin, dass der Mensch unter dem Gesichtspunkt der klassischen Formel "Organismus und Umgebung" betrachtet wird. Das heißt, es werden Einwirkungen der Umwelt auf den Organismus und auf die Gesundheit des Menschen untersucht. Dabei werden besonders jene Faktoren erforscht, welche die Gesundheit der Menschen negativ beeinflussen.

  

Ö K O L O G I E   D E S   M E N S C H EN
I
I

Exogene

(griech. "exo" außen, außerhalb)

auf äußeren Ursachen beruhend

Endogene

(griech. "endo" – innen),

auf inneren Ursachen beruhend

 

Zu den exogenen Faktoren gehören:

 

1.  Toxine, die dem Körper zugeführt werden durch:

-  verunreinigte Nahrungsmittel (z.B. durch Verzehr von Lebensmitteln mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum, mit Konservierungs-, Aroma- und Farbstoffen, mit Geschmackverstärkern, Zusatzstoffen mit E-Kennzeichnung);

-  verunreinigtes Trinkwasser (enthaltend schädliche Substanzen wie Schwermetalle, Keime);

-  negative Angewohnheiten (z.B. durch Nikotin- und Alkoholgenuss);

-  toxische Wirkung von Medikamenten;

-  akute und chronische Vergiftungen;

-  ungünstige Lebensbedingungen (z. B. eine Tankstelle, ein Kraftwerk in der Nähe des Wohnhauses) bzw. erhöhte Konzentration von Kohlenstoffmonoxid in der Luft;

-  Ausstoß von Chemiebetrieben in die Atmosphäre;

-  schlechte Arbeitsbedingungen.

 

2.  schädliche Strahlungen:

-  elektromagnetische;

-  geopathogene Strahlung der Erde;

-  radioaktive.

 

3.  akuter und chronischer Stress.

 

 

Zu den endogenen Faktoren gehören:

 

1.  toxische Stoffe, die als toxische Metabolite im Organismus entstehen und sich ansammeln;

 

2.  pathogene Mikroflora (Bakterien, Viren, Pilze);

 

3.  Endoparasiten.

 

 

Außer dem Stress üben alle oben genannten ökologischen Faktoren toxische Wirkungen auf den Organismus aus. Der Organismus reagiert z.B. mit bestimmten Symptomen akuter oder chronischer Vergiftung (Intoxikation) darauf. Exogene Faktoren sind in der Umwelt in unterschiedlichen Konzentrationen vorhanden. Daher muss man immer auf die Grenzwerte achten. Wenn unterschiedliche Gifte bzw. Toxine gleichzeitig vorhanden sind, spricht man von einer Gesamtdosis aller giftigen Stoffe.

An der Entwicklung von Pathologien im Inneren des Organismus sind heute die exogenen wie die endogenen Faktoren gleichermaßen beteiligt. Eine Senkung der Immunität, eine rasche Steigerung allergischer Reaktionen und andere ernsthafte Erkrankungen sind Folgen zunehmender Verschmutzung der Umwelt und besonders des inneren Milieus des Organismus.

Die Wissenschaftler in der Medizin beschäftigen sich mit all diesen Problemen. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts ist eine Reihe beachtenswerter wissenschaftlicher Arbeiten zu dieser Problematik entstanden.

Dazu gehört eine Arbeit von J. M. Levin – einem Professor für klinische Lymphologie und Endoökologie an der Moskauer Universität. Der Autor entwickelte eine neue Richtung in der Ökologie des inneren Milieus des Organismus, die er Endoökologie nannte. Die praktische Aufgabe der Endoökologie besteht darin, Reinigungsmethoden zu entwickeln, die ermöglichen, das Zellmilieu sowie den gesamten Organismus von Exo- und Endotoxinen zu befreien. Um den Prozess der Befreiung des Organismus von Toxinen (Detoxikation) auf dem Niveau der Zellen zu bezeichnen, führte J. M. Levin den Begriff "endoökologische Rehabilitation" ein. Später nannte man sie "endoökologische Rehabilitation nach Levin". Im Prozess der Detoxikation legte J. M. Levin besonderen Wert auf die Reinigung des Interzellulärraumes (Matrix, Mesenchym) sowie des Lymphsystems des Organismus.

 

Die Entstehung des irdischen Lebens auf dem Niveau des einzelligen Organismus fand unter der Bedingung des wässrigen Milieus statt. Das Wasser diente zur Ernährung der Zellen und gleichzeitig zum Abtransport der Endprodukte deren Stoffwechsels. Während weiterer Etappen der Evolution bewahrte der mehrzellige Organismus den Mechanismus der Lebenserhaltung durch Wasser. Jede Zelle weist ihre spezifischen Merkmale auf. Doch alle Zellen leben nach denselben bioenergetischen und biochemischen Gesetzen und im gleichen Milieu – in der Interzellulärflüssigkeit (Interzellulärraum, Interstitium), die eine der wichtigsten Funktionen erfüllt, und zwar die Funktion des Schutzes der Zellen vor toxischer Aggression exo- und endogener Herkunft.

Der menschliche Organismus besteht zu 90% aus Wasser, das zwei Drittel der Gesamtkörpermasse beträgt. Wasser befindet sich sowohl in den Zellen als auch im Gewebe, das die Zellen umgibt, und ist im Organismus wie folgt aufgeteilt:

 

1.  außerhalb der Zelle – 38%

2.  innerhalb der Zelle – 26%

3.  im dichten Gewebe – 26%

4.  im Blut – 7%

5.  in der Lymphe – 3%.

 

Eine andere wichtige Funktion des Flüssigkeitsmilieus des Organismus ist der Transport. An dieser Stelle ist es angebracht, die Transportfunktion, mit einem "Fließgewässer" zu vergleichen. In der Regel hängt der Grad der Sauberkeit eines Gewässers davon ab, wie schnell das Wasser abfließt, wie schnell es ausgewechselt wird. Wenn es um ein stehendes Gewässer geht, bleibt das Wasser auf ein und derselben Stelle zu lange stehen, wird sauer und später kann dort sogar ein Sumpf entstehen. Ebenso verhält es sich mit dem Wasser im Organismus: Der Grad der Reinheit des Interzellulärraumes hängt mit der Fließgeschwindigkeit im Flüssigkeitsmilieu und dem gesamten Wasserhaushalt im Organismus zusammen. Wenn der Mensch ausreichend Wasser trinkt und genügend Wasser ausscheidet (physiologische Diurese), dann bedeutet das, dass der Wechsel aller seiner Körperflüssigkeiten jene ausreichende Fließgeschwindigkeit aufweist, die es ermöglicht, den Organismus sauber zu halten. Eine ganz andere Situation entsteht, wenn die Ausscheidungssysteme des Organismus aus bestimmten Gründen nicht mehr intakt und verschlackt sind. Dann beginnen Störungen im inneren Flüssigkeitsmilieu; es wird mit Toxinen endo- und exogener Herkunft beladen. Das durch Toxine verunreinigte Flüssigkeitsmilieu kann man mit einem stehenden Gewässer vergleichen; es ist kaum in der Lage, den Abtransport zu gewährleisten und den Organismus sauber zu halten.

 

Toxine sammeln sich im menschlichen Organismus:

 

1.  in den Interzellulärräumen – 83%

2.  in den Zellen – 7%

3.  im Blut – 7%

4.  in der Lymphe – 3%.

 

Wenn sich Toxine im Organismus angesammelt haben, reagiert der Organismus mit bestimmten klinischen Symptomen, die einen Namen haben – Intoxikation. Und wenn nicht rechtzeitig etwas für die Reinigung der Ausscheidungssysteme getan wird, treten jene klinischen Bilder und Syndrome auf, die in zahlreichen medizinischen Abhandlungen und Enzyklopädien bereits beschrieben sind. Das richtige Verstehen all dessen verbirgt sich in der einfachen Antwort: Der Organismus braucht die Entlastung seiner Ausscheidungssysteme, das heißt deren Reinigung von Toxinen, die ihn vergiften. In einer solchen Situation gehen die betroffenen Menschen gewöhnlich zum Arzt, aber erhalten dort ganz andere Empfehlungen. In der Regel bekommen sie sofort eine massive medikamentöse Therapie, die den Zustand des Betroffenen verschlechtert. Das innere Flüssigkeitsmilieu des Organismus wird aufgrund der zusätzlichen toxischen Wirkung der Arzneimittel noch mehr verunreinigt. Diese Taktik führt weder zur Entlastung der Ausscheidungssysteme geschweige denn zur Reinigung der Interzellulärräume (Interstitiums) und zur Ausscheidung der Toxine. Sie führt niemals zur Wiederherstellung der normalen Funktionen des Organismus. Eine medikamentöse Therapie ist nur dann sinnvoll, wenn die Ausscheidungssysteme des Betroffenen nicht verschlackt, in ihrer Funktion nicht gestört sind, die Transportfunktion der Interzellulärflüssigkeit also aufrechterhalten ist. Nur unter dieser Bedingung gelingt es, bei Anwendung den traditionellen therapeutischen Methoden ein positives Ergebnis zu erzielen.

Seit Mitte des XX Jahrhunderts hatte sich eine neue Richtung – die Homotoxikologie (lat. Homo: Mensch) – entwickelt. Der deutscher Arzt, Hans-Heinrich Reckeweg (1905-1985), hat in den Jahren 1948/1949 die Grundsätze der Homotoxikologie definiert und als erster den Begriff "Homotoxin" eingeführt. Homotoxine sind Stoffe exogener oder endogener Herkunft, die bei Zuführung in den Organismus dessen Abwehrsysteme aktivieren. Die Homotoxikologie besagt: Ein gesunder Organismus ist frei von Homotoxinen und befindet sich im Zustand des dynamischen Gleichgewichtes – Homöostase. Alles, was dem Organismus zugeführt wird, muss entweder im Organismus verdaut oder in den Interzellulärräumen entgiftet und mittels der Ausscheidungssysteme in Form von Exkreten (Urin, Kot, Schweiß, Speichel, Tränenabsonderung, Eiter, Schleim, Auswurf) ausgeleitet werden. Wenn das nicht stattfindet, sammeln sich die Homotoxine im Organismus. – Ein solcher Zustand wird Homotoxikose genannt. Nicht umsonst wird gesagt, dass eine Krankheit ein Drama in zwei Akten sei, ein Akt spiele in der finsteren Stille unseres Gewebes bei erloschenen Kerzen. Aber wenn Schmerzen oder andere Symptome auftreten, dann gehe es fast immer um den zweiten Akt. Heute kann man mit Sicherheit sagen, dass dieses Drama in jenen Interzellulärräumen spielt, in denen über das Schicksal beschädigter Zellen entschieden wird, das bedeutet: der Organe, der Systeme und des gesamten Organismus.

H.-H. Reckeweg hat sechs Phasen der Verunreinigung des Organismus definiert, die zur Erkrankung führen:

 

Erste Phase: Ausscheidung. Die Homotoxine werden über die physiologischen Pforten der Ausscheidungssysteme in Form von Exkreten (Urin, Kot, Schweiß, Speichel, Tränenabsonderung, Nasenschleim, Gallensaft, Magensaft, Menses, Sperma, Ohrenschmalz usw.) ausgeschieden. Gleichzeitig werden die Abwehrsysteme des Organismus (Blut, Lymphe, Immunsystem, Antikörperbildung) aktiviert. Wenn der Organismus mit dieser Aufgabe nicht fertig wird, geht der Prozess in die zweite Phase über.

 

Zweite Phase: Reaktion und Entzündung. Die Homotoxine werden auf pathologische Weise ausgeschieden (Erbrechen, Durchfall, Eiter, Akne, Furunkel, Abszess, Phlegmone, Neuralgie, Myositis, Laryngitis, Mandelentzündung, Lymphadenitis, Pleuritis, Pneumonie, Endokarditis, Perikarditis, Peritonitis, Sepsis, Enteritis, Kolitis, Blinddarmentzündung, Hepatitis, Cholangitis, Polyarthritis, Osteomyelitis, Zystit, Pyelitis, Nephritis, Adnexitis, Prostatitis). In dieser Phase sind Entzündungen und Spannungen in den Abwehrsystemen des Organismus bereits vorhanden, treten allergische Reaktionen auf. Wenn die Ausscheidung der Homotoxine nicht vollständig stattfindet – und oft ist das auch der Fall –, weil der Ausscheidungsprozess durch unterschiedliche therapeutische Methoden unterdrückt wird, dann beginnt die dritte Phase.

 

Dritte Phase: Deponierung und Einlagerung. Die Homotoxine sammeln sich an und werden in verschiedenen Gewebearten eingelagert. Der Sinn der Einlagerung besteht darin, die Homotoxine von dem gesamten Blutkreislauf, der im Gewebe stattfindet, zu isolieren, um später zu versuchen, wenn keine Zufuhr von außen mehr stattfindet, sie aus dem Organismus auszuscheiden. Im Vergleich zur zweiten Phase weist die dritte einen lange dauernden, sich in die Länge ziehenden Charakter auf. Während dieser Phase entwickeln sich Atheromen, Warzen, Keratosen, Nasenpolypen, Adenoiden, Zysten, gutartige Geschwülste, Magen- und Darmpolypen, Gichtarthritis, Hackensporn, Gallen- und Harnwegesteine, Fettleibigkeit, Hypertrophie der Schleimhäute und der endokrinen Drüsen, Varizen, Thromben. Diese Prozesse der Deponierung und Einlagerung vollziehen sich aktiv in den Interzellulärräumen. Die Zellen reagieren darauf mit verstärkter Teilung

 

Die ersten drei Phasen sind humoral. Sie stellen keine große Gefahr für den Organismus dar, denn der Organismus ist immer noch fähig, Homotoxinschädigungen wieder auszugleichen, das heißt, er ist in der Lage, den störenden Faktor unschädlich zu machen oder die Folgen dessen Wirkung zu beseitigen, und zwar aus der eigenen Kraft.

 

Die ersten drei Phasen verbindet etwas Gemeinsames: Erstens, sie verlaufen nach dem Ausscheidungsprinzip (Exkretionsprinzip); es handelt sich um die Ausscheidung um jeden Preis. Zweitens, in diesen Phasen bleiben die Fermentsysteme funktionsfähig und bewahren die allgemeine Tendenz zur Gesundung. Wenn es dem Organismus nicht mehr gelingt, die Zuführung der Toxine von außen oder die Entstehung der Endotoxine zu verhindern sowie deren Entgiftung zu gewährleisten, geht die Krankheit in die sogenannte zelluläre Phase über. Wenn die Abwehrkräfte des Organismus erschöpft sind, ist der Organismus nicht mehr fähig, der toxischen Wirkung aus eigener Kraft zu widerstehen, - dann dringen Homotoxine in die Zellen ein. Die zellulären Phasen werden von den humoralen Phasen durch den sogenannten Biologischen Schnitt getrennt. Dieser Schnitt bezeichnet jene gewisse Grenzlinie, hinter der die Zellen ihre Fähigkeit zu der physiologischen Funktion verlieren.

Die Besonderheit der folgenden Phasen besteht darin, dass sie nach dem Prinzip der Akkumulation der Toxine im Organismus verlaufen. Infolgedessen werden in jedem Fall die Fermentsysteme beeinträchtigt, was verschiedene Fermentopatien verursacht. Hier, zwischen der dritten und der vierten Phasen verläuft jene Grenze (in Bezug auf die klinischen Symptome) zwischen heilbaren und (theoretisch) unheilbaren bzw. zwischen akuten und chronischen Krankeiten.

 

Vierte Phase: Imprägnation (Durchtränken). Die Zellen isolieren sich von den Interzellulärräumen, die ihrerseits nicht mehr fähig sind, die Schutz- und Filterfunktion auszuüben. In der Zelle sammeln sich Produkte des zellulären Metabolismus an, was zur Verletzung der Zellenstrukturen führt. Diese Phase offenbart sich durch Verletzungen unterschiedlicher Fermentsysteme: Glykogenosen, Lipidosen, Mukopolysaccharidosen (MPS), Amyloidosen, Hämosiderosen sowie durch Pigmentierungen, Leukoplakien, Migräne, Tics, Asthma, Zwölffingerdarm- und Magenentzündungen, chronische Hepatitis, Pankreatitis, Stenokardie, Myokarditis, Lymphostase der Beine und Arme, Hydronephrose, Pneumokoniose, Silikose, rheumatische Knochenverdickungen.

 

Fünfte Phase: Degeneration. Es beginnen strukturelle Veränderungen in der Zelle und im Gewebe. Klinisch äußert sich diese Phase dadurch, dass die Funktionen der Organe und der Systeme des Organismus stark beeinträchtigt werden: Kollagenosen, arthrotische Veränderungen der Gelenke, Fibrose, Sklerose, Zirrose, Atheromatose, Atrophie der Schleimhäute, Demyelisation, Leberzirrrose, Hyperthyreose, Wassergeschwulst in der Lunge, Lungenemphysem, Spondylose, bösartige Anämie, Lymphogranulomatose, Schrumpfniere, progressive Muskeldystrophie, chronische Tuberkulose, Prokasa (Lepra).

 

Sechste Phase: Neubildungen, gutartige Prozesse können sich in bösartige umwandeln.

 

 

Nach Reckeweg wird Krankheit als einheitlicher Prozess der Abwehrmaßnahmen des Organismus gegen Homotoxine betrachtet. Krankheit entwickelt sich, in dem sie von einer Phase in die andere bzw. von einem Organ in ein anderes übergeht und dabei die Fermentsysteme beeinträchtigt oder auch nicht.

 

 

Verläuft der Prozess der Beeinträchtigung der Systeme und Organe im Organismus in bestimmten Reihenfolgen? Welche Vorstellungen hat die traditionelle chinesische Medizin dazu?

Die traditionelle chinesische Medizin besagt: In erster Linie werden die Ausscheidungssysteme der LUNGE und des MAGEN-DARM-TRAKTES beeinträchtigt.

Die LUNGE hat energetische Verbindung zu den NIEREN. Daher wird das Nierensystem kompensatorisch angespannt. Es tritt Dysurie auf: Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang ohne pathologische Veränderungen des Urins. Wenn das Nierensystem keinen Ausgleich mehr leisten kann (dekompensiert ist), treten klinische Symptome seitens des Lungensystems ein (Husten, Lungenentzündung, akute Atemnot). Im Magen-Darm-Trakt werden Durchfälle, Enteritis, Kolitis beobachtet.

Der Organismus ist nicht fähig, sich dauernd in dem angespannten Zustand der Intoxikation zu befinden, daher sucht er kompensatorische Wege für die "Entsorgung" der Toxine auf besonders risikolose Stellen. Und solche Stellen gibt es. Besonders oft wird für diesen Zweck ein bestimmter Weg genutzt – der Weg über die HAUT. In diesem Fall werden Hautausschläge allergischer Herkunft, Papillomen, Warzen, Pigmentierungen beobachtet. Das Unterhautzellgewebe ist ein anderer Weg für die "Entsorgung". In diesem Fall entsteht Cellulitis.

 

Es gibt eine weitere Möglichkeit für die "Entsorgung". Das ist die Steinbildung in den Ausscheidungsorganen und -systemen: in den Nieren, in der Galle, in der Prostata, in den Speicheldrüsen usw. Zunächst geraten die betroffenen Organe funktionell unter Spannugen, später gehen sie in das nächste Entzündungsstadium über, danach – in das Stadium der Steinbildung. Das Vorhandensein der Möglichkeiten für die "Entsorgung" der Toxine ist äußerst heilsam für den Organismus, denn dadurch werden mangelhafte Funktionen der Organe kompensiert. Wenn diese Möglichkeiten dem Organismus nicht mehr zu Verfügung stehen, bedeutet das, dass die Kompensation ausbleibt und die Krankheit progressiert.

 

In diesem Fall beginnt die Krankheit durch den Organismus zu "wandern" und schwache Stellen, geschwächte Organe und Systeme zu suchen. Wobei das Zielorgan, bzw. Zielsystem erblich determiniert oder vorbestimmt sein kann, das heißt, es ist, genetisch gesehen, geschwächt. Ein solches System heißt LIMITSYSTEM (Locus minoris Resistencia) und wird in den meisten Fällen angegriffen. Ein LIMITSYSTEM ist jenes System des menschlichen Organismus, das auf Limit funktioniert, das heißt, das in seiner Funktion stark beeinträchtigt ist.

Zwischen den Organen und Systemen gibt es auch energetische Verbindungen. Gerade in jene Systeme und Organe, die derartige Verbindungen miteinander aufweisen, wird oft Pathologie aus dem LIMITSYSTEM "abgeleitet", und zwar vergleichbar mit einem SHUNTÜBERGANG, einem sogenannten energetischen Zweig.

 

 

Beispiel eines

LIMITSYSTEMS / LIMITORGANS
SHUNTÜBERGANG
Bauchspeicheldrüse / Pancreas in den gynäkologischen Bereich
ZENTRALES NERVENSYSTEM in den Kopf, in den Nasen-Rachen-Raum, auf die Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes
HERZ in die Rachenmandeln
Hypothalamus- Hypophyse-System auf die hintere Wand der Kehle
NIEREN in die Lungen

 

Nach der traditionellen chinesischen Medizin gibt es im Organismus viele solche energetische Zweige – solche Shuntübergänge, denn Systeme und Organe des Organismus sind auf verschiedene Weise energetisch miteinander verbunden. Derartigen Verbindungen liegen unterschiedliche Prinzipien und hierarchische Ebenen zugrunde. Mit der Zeit sinken die kompensatorischen Möglichkeiten der Systeme immer mehr, die Ausscheidungen werden aggressiver, auf der Oberfläche der Haut oder in den Schleimhäuten entstehen entzündliche, eiternde Wunden, Blutungen kommen hinzu. Bei intensiver Therapie solcher Herde werden laufende pathologische Prozesse in das Innere, in die Zelle gedrängt. Auf dieser Etappe entwickeln sich Fermentopatien und die Intoxikation verstärkt sich. Der Organismus geht jenen Biologischen Schnitt über, der, nach Reckeweg, ihn von der vierten Phase der Homotoxikose trennt, und tritt in die Imprägnationsphase ein. In Bezug auf die Entgiftung von Homotoxinen wird in dieser Zeit das Hepatobiliärsystem – Leber, Gallenblase, Gallenwege – am meisten belastet. Fermentopatien und Leberinsuffizienz, das heißt die gesamte Leberfunktion auf dem Zellenniveau und damit der Stoffwechsel, die Abbau- und Entgiftungsfunktion (Desintoxikation) der LEBER sind stark beeinträchtigt; die Produkte des Stoffwechsels – Endotoxine – beginnen, sich im Organismus anzusammeln. Obwohl das zentrale Nervensystem durch die Hematoenzephalitische Barriere vom Organismus getrennt ist, wird es auch der akuten und chronischen Intoxikation ausgesetzt. Die basalen Hirnbereiche haben, wie bereits erwähnt, ein gemeinsames Netz mit dem Nasen-Rachen-Raum. Gerade in den Nasen-Rachen-Raum werden Toxine aus dem zentralen Nervensystem zunächst "abgelagert". Diese "Ablagerung" ist für das zentrale Nervensystem eine Hilfe: Sie erweist sich als Prozess der Kompensation, und zwar solange, bis eine intensive Therapie akuter und chronischer Erkrankungen im gesamten Hals-Nasen-Ohren-Bereich durchgeführt wird. Die Unterdrückung all dieser Prozesse durch eine medikamentöse Therapie führt dazu, dass die toxischen Stoffe erneut beginnen, sich im zentralen Nervensystem anzusammeln. Dieser Zustand äußert sich klinisch folgendermaßen:

 

Erstes Stadium:

 

1. Störungen in der Regulation des vegetativen Nervensystems, genauer gesagt, Spannungen im sympathicoadrenalen System (Cannon); vegetative Krisen;

 

2. Störungen in der Regulation des hypothalamo-hypophysären Systems und als Folge dessen:

- endokrine Störungen in den Endokrindrüsen:

Schilddrüse, Paraschilddrüse, Bauchspeicheldrüse (Pankreas), Eierdrüsen, Prostata;

- Störungen in den Nebennieren:

Überfunktion der Nebennierenrinde, Ausschüttung  von Adrenalin, Überproduktion von Glukokortikoiden, Unterproduktion von  Mineralokortikoiden;

 

3. Unterdrückung des Timiko-lymphatischen Systems aufgrund der Überproduktion von Glukokortikoiden und als Folge dessen Immunodepression, Anfälligkeit für Infektions-, allergischen, onkologischen und Autoimmunkrankheiten.

 

Zweites Stadium:

 

1. weitere Entwicklung der Störungen in der Regulation des vegetativen Nervensystems:

- Spannungen im vago-insulären System (Gellhorn);

- nicht sanktionierte Teilung der Zellen;

- Wachstum der Geschwülste;

- Erschöpfung des sympathicoadrenalen Systems;

 

2. Entstehung von Zwölffingerdarmgeschwüren. Blutungen;

 

3. Entstehung chronischer Vaskulitis:

radikale Entzündung kleinerer Gefäße mit einschließenden sklerotischen  Veränderungen der Gefäßwände; Störungen der Mikrozirkulation des Gewebes und der Organe; Bildung trophischer Geschwüre. Blutungen;

 

4. Entstehung von Diabetes mellitus Typ II, bedingt durch:

Störungen des Fermentsystems der Bauchspeicheldrüse in den letzten Stadien der chronischen Intoxikation;

Beeinträchtigung der Bauchspeicheldrüse (Pankreas):

In der Norm werden zwei Arten von Insulin produziert – metabolisches und proliferatives. Bei der Überproduktion des proliferativen Insulins, erhöht sich die Zahl der Neubildungen (Polype, Kondylome). In diesem Fall ist es notwendig, die Produktion des metabolischen Insulins zu steigern. Dies wird durch Fasten mit dosierter Gabe von Glukose erreicht.

 

 

Pathologische Prozesse im Organismus entwickeln sich nach bestimmten Gesetzen. Hier gibt es keine Spontaneität. Manchmal weisen all diese Gesetzmäßigkeiten rein mathematischen Charakter auf.

 

Einige Wissenschaftler versuchen, die Probleme der chronischen Intoxikation zu lösen, indem sie präventiv angehen. Sie versuchen, die Zufuhr schädlicher Stoffe in den Organismus mit der Nahrung oder mit Getränken, insbesondere mit kohlensäurehaltigen Getränken und mit Alkohol, vorzubeugen. Heute gibt es zahlreiche Theorien über gesunde Ernährung. Eine von ihnen ist die makrobiotische, die in Japan unter dem Einfluss der fernöstlichen philosophischen Einstellungen entstand. Die moderne Makrobiotik wurde im Wesentlichen von dem Japaner, Georges Ohsawa, begründet. Nach dem Tod von Ohsawa wurde die makrobiotische Lehre von seinen Schülern, Evelin und Michio Kuschi und Alex Jeck, modifiziert und weiterentwickelt. Der Sinn der makrobiotischen Konzeption besteht darin: Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate, die mit der Nahrung aufgenommen werden, bilden durch Spaltung zahlreiche Säuren, die als Endotoxine bezeichnet werden. Endotoxine verschlacken den Organismus, was zur chronischen Intoxikation führt.

 

Bei der Spaltung tierischer Eiweiße und Fette entsteht besonders viel Säure. Daher gehören sie zu den säuerlichen Nahrungsmitteln. Der makrobiotischen Lehre nach darf man sie nur mäßig verzehren. Es wird empfohlen, mehr Vollkorngetreideprodukte und frisches Gemüse zu verzehren (alkalische Lebensmittel pflanzlicher Herkunft) und nur bestimmte Arten der Zubereitung von Nahrungsmitteln zu verwenden.

 

Im Vergleich zur Homotoxikologie erwähnt die makrobiotische Ernährungstheorie die folgenden sieben Etappen der "Verunreinigung" des Organismus.

 

1. Etappe:

Aufretung erster Symptome: allgemeine Müdigkeit, Osteochondrose - Bandscheibenvorfall der Halswirbel;

 

2. Etappe:

hinzukommende Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, all das mittels ausgewogener Ernährung zu korrigieren;

 

3. Etappe:

Entwicklung allergischer Erkrankungen. Erscheinung von Symptomen der Atemwege, der Lungen, des Magen-Darm-Traktes, der Haut und im gynäkologischen Bereich;

 

4. Etappe:

Entstehung gutartiger Geschwülste (z.B. Zysten, Fibromen, Fibromyomen, Papillomen, Polypen, Adenomen, Thrombophlebitis);

 

5. Etappe:

Auftretung von Symptomen der Degeneration des Bindegewebes: Rheuma, Polyarthritis, Entzündung des Großzehengrundgelenks (Podagra);

 

6. Etappe:

Auftretung der Symptome des vegetativen Nervensystems, endogener Drüsen und des zentralen Nervensystems;

 

7. Etappe:

Entstehung von Neubildungen, Umwandlung vorherlaufender gutartigen Prozessen in die bösartigen.

 

Dieses Schema unterscheidet sich von dem Sechsphasenschema nach Reckeweg nur in geringerem Maße. Dies beweist die Wahrhaftigkeit und die Richtigkeit der Schlussfolgerungen beider Forscher.

 

Unter dem biochemischen Gesichtspunkt besteht der Interzellulärraum aus einem Gerüst hochpolymerer Glycoproteine. Proteoglykane und Glukoaminoglykane bilden lange Ausläufer (Röhrchen), in denen jene Interzellulärflüssigkeit sich befindet, welche die Zellen mit Nährstoffen versorgt und die Zellausscheidungen abtransportiert. Die Interzellulärflüssigkeit (Matrix) hat in der Norm einen leicht basischen pH-Wert. Mit der Akkumulation der Metabolite (Endotoxine) wird der pH-Wert der Interzellulärflüssigkeit sauer, was Komplikationen im Austausch zwischen den Kapillaren, Zellen und Lymphgefäßen verursacht. Eine ähnliche Situation kann auch im Rahmen der normal verlaufenden physiologischen Prozesse entstehen, zum Beispiel während einer schweren physischen Arbeit, einer starken sportlichen Belastung, einer Massage oder in der Sauna: Denn im Gewebe akkumulieren sich Stoffwechselprodukte, deren pH-Wert sauer ist (z. B. Milchsäure). Wenn der Mensch einer solchen körperlichen Anstrengung nicht gewachsen ist, fühlt er sich danach "abgeschlagen", bei ihm tritt Muskelkater auf. Das ist das einfachste Beispiel der Übersäuerung des Organismus. Wenn die Ausscheidungssysteme des Betroffenen intakt sind, verbessert sich dessen Zustand nach 2 bis 3 Tagen, denn der Überschuss von säuerlichen Substanzen wird aus dem Organismus ausgeschieden, und zwar durch die natürlichen Ausscheidungssysteme: Blut, Leber + Gallenblase, Haut, Nieren, Magen-Darm-Trakt, Lungen (Atmungssystem), Lymphsystem.

Die Prozesse der Übersäuerung können jedoch einen pathologischen Charakter annehmen, sie können akut (in Form einer Grippe oder einer akuten respiratorischen Erkrankung) und chronisch verlaufen. Bei einer akuten Erkrankung sind alle Symptome der akuten Intoxikation oder der Übersäuerung des Organismus vorhanden: Schwächegefühl, "Abgeschlagenheit", Kopf-, Glieder- und Muskelschmerzen, hohes Fieber. Zu einer pathologischen chronischen Übersäuerung können folgende Ursachen führen:

 

- akuter und chronischer Stress;

- Wirkung schädlicher Strahlungen (z. B. PCs, Fernsehgeräte, Handys, geopathische Belastungen am Arbeits- oder Schlafplatz, Röntgenstrahlungen, erhöhte Radioaktivität);

- akute und chronische toxische Wirkungen (z. B. am Arbeitsplatz eines Chemiebetriebes, Einatmung der Dämpfe von Farben und Lacken während der Renovierung, Reinigungsmittel);

- schädliche Angewohnheiten (z. B. übermäßiger Alkoholgenuss und übermäßiges Essen, Rauchen);

- übermäßige physische Belastungen bei Berufssportlern;

- akute und chronische Infektionen.

 

Nicht nur eine Virusinfektion, sondern auch bakterielle und Pilzinfektionen sowie Parasiten (Helminthen und Protozoen) können zur Intoxikation und zur Übersäuerung des Organismus führen – und zwar aus dem einfachen Grund, dass die säuerlichen Abbauprodukte des Stoffwechsels der Mikro- und der Makroorganismen zu den säuerlichen Abbauprodukten des Stoffwechsels (Metabolismus) des menschlichen Organismus hinzukommen. Dadurch werden die Interzellulärräume übersäuert, die Prozesse der humoralen Regulation der Zelle und die energetischen Prozesse in der Zelle beeinträchtigt und es entsteht eine Hypoxie (Sauerstoffmangel im Gewebe).

 

Das menschliche Blut ist eine Körperflüssigkeit. 1 Liter Plasma enthält 900-910 g Wasser, 65-80 g Eiweiß, 20 g niedermolekularer Substanzen. Blutplasma und interstitielle Flüssigkeit unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung nur in Bezug auf die Konzentration der Eiweiße bedeutend.

Die großen Eiweißmoleküle sind nicht in der Lage, durch die Kapillärwände unbehindert zu gelangen. Wassermoleküle und Ionen dagegen durchdringen die Kapillärwände problemlos.

 

Der pH-Wert des Blutes darf nur sehr geringfügig schwanken. Seine physiologische Norm liegt bei:

 

7,37 -7,45 im arteriellen Blut

7,32 -7,42 im venösen Blut.

 

Wenn wir von übersäuertem arteriellen Blut sprechen, bleibt der pH-Wert in der physiologischen Norm, aber er verschiebt sich in Richtung 7,37. Die morphofunktionellen Eigenschaften übersäuerten Blutes ändern sich, und zwar erhöht sich die Dickflüssigkeit (Viskosität) und man beobachtet den sogenannten "Geldrolleneffekt": Die Erythrozyten – die roten Blutkörperchen, die den Sauerstoff von der Lunge zu den Körpergeweben transportieren – verkleben, dadurch gelingt es ihnen nicht mehr, sich frei zu bewegen. Die kleinsten Mikrogefäße werden für solche Erythrozyten undurchlässig, dadurch wird die Transportfähigkeit der Erythrozyten stark reduziert. Aufgrund dessen wird das Gewebe unzureichend mit Sauerstoff versorgt (Hypoxie) und die Oxidationsprozesse in den Zellen gehen von der aeroben (mit Sauerstoff) auf die anaerobe (ohne Sauerstoff) fermentative Methode – Glykolyse – über. Energetisch gesehen, ist die Glykolyse, verglichen mit der Oxidation, ungünstig: Bei einem vollständigen Ablauf liefert die Glykolyse 2 Moleküle von Adenosintriphosphat (ATP) pro Molekül Glukose. Bei der aeroben Oxidation dagegen werden 34 Moleküle ATP gewonnen. ATP ist die wichtigste Energiequelle in den Erythrozyten und gewährleistet die Formbeständigkeit der Zellen. Bei einem unzureichenden ATP-Gehalt leiden Zellen, Gewebe, Organe und der gesamte Organismus unter Energiemangel.

Die durchschnittliche Lebensdauer eines Erythrozyts im Blut beträgt ca. 120 Tage, danach stirbt er. Doch das geschieht unter normalen Lebensbedingungen (z.B. pH-Wert). Im saueren, toxischen, aggressiven Milieu sterben Erythrozyten viel früher. Dies bedeutet eine zusätzliche Belastung der Leber, in der der gesamte "Verwertungsprozess" stattfindet.

Eine prosaische Frage: Wie lange werden die Fische in einem Aquarium leben, in dem das Wasser unangenehm riecht und sauer ist? Ebenso verhält es sich mit den Erythrozyten.

Auf frühzeitiges Absterben von Erythrozyten reagieren die blutbildenden Organe (Knochenmark, Milz) mit beschleunigter und erhöhter Produktion von Erythrozyten. Daraus erwächtst die Gefahr, dass im Blut viele ungenügend entwickelte (unreife) Erythrozyte vorhanden sind. Ein Hämatologe wird bei einem solchen Patienten Verdacht auf eine schwere Bluterkrankung schöpfen.

Wo liegt die Lösung dieses Problems? – Sie liegt in der Blutreinigung.

In letzter Zeit haben die chronisch erkrankten sowie die an Allergien leidenden Menschen an Zahl enorm zugenommen. Die therapeutische Behandlung beider Gruppen ist nicht einfach und oft ohne Erfolg. Sehr oft verlaufen beide Erkrankungen parallel.

Die Hauptrolle bei der Abwehr des Organismus spielt das Immunsystem. Es gewährleistet den spezifischen Schutz des Organismus vor genetisch fremden Molekülen und Zellen, darunter Krankheitserregern (Bakterien, Viren, Pilzen, einzelligen wie Protozoen). Ca. 85% lymphoiden Gewebes befindet sich in den Darmwänden, in denen sekretorisches Immunglobulin-A produziert wird sowie Lymphozyten-B und Lymphozyten-T vorhanden sind. Die Rolle der Schleimhäute des Darms ist umfassend und kompliziert. Die Schleimhäute des Darms sowie die der Atemwege stellen gemeinsam eine gewisse Schutzbarriere dar. Daher erforschen die Wissenschaftler so intensiv die Funktionen der Schleimhäute des Darms.

Die Probleme einer "schlechten" Ökologie sowie die Qualität der Ernährung (unausgewogene Ernährung, das Vorhandensein von Konservierungsmitteln, Farb-, und Zusatzstoffen, Verunreinigungen in Lebensmitteln), aber auch die unkontrollierte Einnahme von Medikamenten, darunter Antibiotika, widerspiegeln sich im Darm. All das hat dazu geführt, dass über eine geheimnisvolle Krankheit – die Dysbakteriose – immer öfter gesprochen wird.

Im Darm befinden sich normalerweise über 500 unterschiedliche Arten von Mikroben. Die oberen Bereiche des Dünndarmes sind praktisch steril. Doch in Richtung Dickdarm vergrößert sich die Anzahl der Mikroorganismen. Und im Dickdarm erreichen sie eine Zahl von 1014, was um eine Ordnung größer ist als die Gesamtzahl der Zellen im menschlichen Organismus. Die strengen Anaeroben – Bifidus und Bacteroides (grammpositive und grammnegative, keine Sporenbildner) –, die meisten unter ihnen (bis zu 95-97%), besiedeln den Dickdarm. Die Anaeroben E.coli, Enterobakteriaceen (Enterobakterien), Laktobakterien machen 1-2% der Gesamtzahl der Bakterien des Dickdarms aus, Pilze, Proteus weniger als 1%. Darmbakterien (Stäbchen), Enterokokken, Bifidus, azidophilen Bakterien sind unter der Bedingung eines intakten Darmes fähig, das Wachstum pathogener Mikroorganismen zu hemmen. Toxine, die als Abbauprodukte des Stoffwechsels des Menschen und des Stoffwechsels der Mikroorganismen entstehen, werden mit dem Kot und dem Harn aus dem Organismus ausgeleitet und üben in der Norm keine negative Wirkung auf den gesamten Organismus aus.

 

Die Hauptaufgabe des Magen-Darm-Traktes besteht in der Aufnahme, Spaltung und Resorption der für den Organismus lebensnotwendigen Nährstoffe sowie in der Ausleitung der Abfallprodukte aus dem Organismus. All das bedeutet, dass unsere Nahrung eine große Rolle in der Unterstützung des Stoffwechsels und der Lebenserhaltung spielt. Ernährungsberater achten heute nicht umsonst auf jene Ernährung, die Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate, frisches Obst und Gemüse in einem ausgewogenen Verhältnis enthält. Kohlenhydrate werden in leicht und in langsam verdauliche unterteilt. Zu den leicht verdaulichen gehören: Zucker, Stärke, Weißmehl. Es wird gesagt, dass leicht verdauliche Kohlenhydrate nicht gesund sind, denn sie machen schnell satt, ihre Aufnahme trägt zu starker und schneller Erhöhung des Blutzuckerspiegels sowie zur Übersäuerung des Organismus bei. Das Klebereiweiß (Gluten) ist Bestandteil bestimmter Getreidesorten (besonders Weizen). Vom Glutengehalt ist die Qualität des Mehls abhängig. Der Glutengehalt spielt eine sehr große Rolle bei der Herstellung von Teigwaren. Unter bestimmten Bedingungen greift Gluten jene Darmzotten an, die auf den Falten der Darmwände sitzen und in den Prozessen der Resorption große Bedeutung haben. Jene Menschen, die gegenüber Klebereiweiß (Gluten) empfindlich reagieren, leiden an der sogenannten Glutenunverträglichkeit (Zöliakie oder Sprue). Zöliakie kann auch vererbt werden. Die Betroffenen sind ihr ganzes Leben lang auf glutenfreie Nahrung angewiesen.

Die langsam verdaulichen Kohlenhydrate – ballaststoffreiche Getreideprodukte, Gemüse, Obst – sind gesund. Unverdauliche Kohlenhydrate, sogenannte Ballaststoffe sind Gerüst- und Stützsubstanzen der Pflanzen. Sie werden durch die Darmbakterien und nicht durch die Enzyme (Fermente) der Bauchspeicheldrüse und des Gallensaftes aufgespalten. Im Ergebnis der Aufspaltung der Ballaststoffe durch die anaeroben Bakterien werden jene kurzkettigen Fettsäuren erzeugt, welche die Trophik der Schleimhäute des Darms sowie den energetischen Zustand der Strukturen des Darms, des Lymphgewebes unterstützen und damit die Abwehrkräfte stärken. Die grobe Fasern der Ballaststoffe regen die Darmperistaltik an, sorgen für eine regelmäßige Darmentleerung, unterstützen die Verdauungsprozesse, beugen Darmerkrankungen vor und erweisen sich als ein nicht wegzudenkender Teil gesunder Ernährung.

Das Fehlen einer richtigen, ausgewogenen Ernährung und das Vorhandensein schädlicher Umweltfaktoren führen dazu, dass die Biozönose (die Lebensgemeinschaft von Mikroorganismen im Darm) aus dem Gleichgewicht gerät und Dysbakteriose entsteht. Dysbakteriose bedeutet eine qualitative und quantitative Veränderung der bakteriellen Mikroflora des Darmes. Dadurch werden die Abwehrfunktion der Schleimhäute des Darmes sowie die Gastrointestinale Barrierefunktion erheblich beeinträchtigt. Als Folge gelangen die Mikroflora des Darmes und Toxine ins Blut. Dieser Zustand entspricht der dekompensierten Phase der Dysbakteriose, das heißt der Organismus kann diese Fehlfunktion aus eigener Kraft nicht mehr ausgleichen. Diese Phase wird von Entzündungen mit bestimmten klinischen Symptomen begleitet und lässt sich bei der mikroskopischen Untersuchung des Vitalbluts sehr gut erkennen.

 

Das Blut ist jene Körperflüssigkeit, in der sich alle im Organismus verlaufenden Prozesse widerspiegeln. Es besteht aus zellulären Bestandteilen, Plasma und anderen Bestandteilen (gelöste Nährstoffe, Gase, Hormone usw.). Es gibt die klassischen Blutuntersuchungen: die allgemeine (quantitative) und die biochemische (qualitative). In letzter Zeit gewinnt eine andere Art der Untersuchung des Blutes – die Dunkelfeld-Vitalblut-Diagnostik – große Aufmerksamkeit bei den Medizinern. Diese moderne Form der Blutbilddiagnostik, in der ein Tropfen Blut mit einem Deckglas auf dem Objektträger abgedeckt und unter dem Dunkelfeldmikroskop untersucht wird, ermöglicht es, den morphofunktionellen Zustand des Bluts festzustellen.

 

Die Dunkelfeld-Vitalblut-Diagnostik ermöglicht:

 

1. die Beweglichkeit von Erythrozyten festzustellen:

- sie bewegen sich frei im Plasma,

- sie befinden sich eng aneinander,

- sie bilden sogenannte "Geldrollen",

- das slag-Phänomen (wörtlich "Schlacke");

aufgrund der Beweglichkeit von Erythrozyten kann man Rückschlüsse in Bezug auf die Übersäuerung oder die Verschlackung des Blutes ziehen.

 

2. Wassermangel im Organismus unter der Voraussetzung der Ergebnisse der  Anamnese zu vermuten;

 

3. Sauerstoffmangel des Blutes (Hypoxämie) festzustellen:

- entspricht der pH-Wert der Norm, ist das Blut mit Sauerstoff gesättigt (bis zu 100%);

- bilden sich Aggregationen von Erythrozyten, deutet das auf eine Verringerung der Sauerstoffversorgung des Blutes auf ca.10-15% hin;

- bilden sich sogenannten Geldrollen, deutet das auf eine Verringerung der Sauerstoffversorgung des Blutes auf ca. 25-30% hin;

- das slag-Phänomen deutet auf eine Verringerung der Sauerstoffversorgung des Blutes auf ca. 45-50% hin;

 

4. den Grad des Sauerstoffmangels im Gewebe (Hypoxie) zu vermuten, jedoch unter der Voraussetzung der Ergebnisse der Anamnese und der Befragung des Patienten;

 

5. die Qualität von Erythrozyten, Leukozyten, Thrombozyten visuell festzustellen;

 

6. das Vorhandensein einer chronischen Intoxikation festzustellen;

 

7. den Zustand des Immunsystems zu ermitteln;

 

8. den Grad der Viskosität des Blutes festzustellen aufgrund der Geschwindigkeit des Absetzens von Spikulen des Fibrins im Plasma;

 

9. den Zustand des Eiweiß-, Fett-, Kohlenhydratstoffwechsels zu ermitteln;

 

10. das Vorhandensein von Fermentopatien und Kristalloid-Salzen im Blut zu ermitteln;

 

11. den Grad der Sauberkeit von Blutplasma zu ermitteln: das Vorhandensein von Bakterien, Pilzen, Parasiten bzw. indirekten Zeichen einer Virusinfektion;

 

12. die Veranlagung zu onkologischen Erkrankungen zu ermitteln.

 

 

Die in Europa und in den USA bekannte Dunkelfeldmikroskopie ermöglicht, alle Prozesse im Blut in Dynamik zu verfolgen, angewandte Therapien zu korrigieren, die Effektivität der angewandten medikamentösen Behandlung oder einer anderen Einwirkung festzustellen.

 

 

Aufgrund der oben genannten Information sowie der modernen Theorie der Entwicklung einer chronischen Intoxikation kann man die Ursachen der Entwicklung einer Pathologie im Organismus folgendermaßen definieren:

 

1. funktionale Störungen der Ausscheidungssysteme des Organismus und als Ergebnis dessen die Aggression säuerlicher Produkte des Metabolismus in allen Milieus des Organismus;

 

2. chronische Intoxikation des zentralen Nervensystems, Störungen in der neuroendokrinen Regulation der Homöostase;

 

3. Fermentstörung und Stoffwechselstörungen aller Art;

 

4. Immunodepression.

 

Prävention und Therapie einer chronischen Intoxikation müssen zwei Ziele verfolgen:

Erstens, eine weitere Zufuhr von Toxinen in den Organismus zu hindern bzw. einzustellen und zweitens, die bereits vorhandene Intoxikation zu bekämpfen.

Die schematische Darstellung dazu:

 

Wege der Zufuhr negativer ökologischer Faktoren in den Organismus und Prävention
MENSCH

Ausscheidungssysteme des Organismus und Reinigung

(Therapie)

- über die Nahrung

- über das Trinkwasser

- über die Luft

- durch chemische Stoffe

- durch Strahlungen

- durch Stress

- durch Parasiten

- durch Viren, Bakterien, Pilze

- Blut

- Lymphsystem

- Magen-Darm-Trakt

- Leber + Gallenblase

- Haut

- Nieren

- Atemsystem

 


Die Ausscheidungssysteme eines gesunden Menschen sind intakt. Doch das gilt nur für den Idealfall. Unter Berücksichtigung gegenwärtiger ökologischer Faktoren und der Zunahme des biologischen Alters verringert sich die Fähigkeit des Organismus, sich aus eigener Kraft zu reinigen. Daher benötigt der Mensch zusätzliche Maßnahmen, um sich zu entschlacken und vorbeugend vor Toxinen zu schützen.

 

Wissenschaftliche Vorstellungen zu diesem Thema widerspiegeln sich in der folgenden logischen Kette jener Begriffe, die in Wechselwirkung zueinander stehen:

 

ÖKOLOGIE DER UMWELT ↔ MENSCHLICHER ORGANISMUS ↔ BLUT ↔ INTERZELLULÄRRAUM ↔ ZELLEN ↔ INTERZELLULÄRRAUM ↔ LYMPHE ↔ BLUT ↔ MENSCHLICHER ORGANISMUS ↔ ÖKOLOGIE DER UMWELT.

 

Unter den gegenwärtigen Bedingungen für ein Überleben alles Lebendigen geht es nicht mehr, das Wichtigste – den Zustand des Biofeldes des Menschen und seiner feinstofflichen Körper – zu verschweigen.

Es gibt Menschen, die die Existenz der feinstofflichen Körper des Menschen verneinen, aber es gibt auch jene, die sie anerkennen. Das heißt, diese Menschen erkennen sich als jenes selbstständige energetische System an, das sich gleichzeitig als Teil des gesamten energetischen Raumes erweist. Wenn man sich darüber Gedanken macht, wird klar, dass die Umwelt ihre Einflüsse nicht nur auf den physischen Leiter ausübt, sondern auch auf die feinstofflichen Körper des Menschen. Daher benötigen die feinstofflichen Körper sowohl prophylaktische als auch Reinigungsmaßnahmen, um Einwirkungen schädlicher energetischer Faktoren zu vermeiden. Zu den negativen energetischen Wirkungen gehört jede beliebige energetische Wirkung in Form negativer Emotionen oder negativer Gedankenformen, aber auch eine zielgerichtete Sendung negativer Energie (z. B. das "Verhexen"), die vom Menschen ausgeht. In unserer modernen, hoch zivilisierten Gesellschaft gehört dazu auch die negative energetische Wirkung schädlicher Strahlungen: Elektrosmog, Radioaktivität, aber auch die geopathogene Strahlung der Erde. Es wird immer wieder die Frage gestellt: Was tun? Die Antwort ist eigentlich einfach: Es ist notwendig, das menschliche Biofeld zu schützen und zu reinigen. Lesen Sie bitte das Epigraf zu diesem Artikel. Das sind keine leeren Worte. Es ist die Wahrheit, obwohl sie heute nicht von allen Menschen verstanden wird. Doch die Zukunft der Menschheit hängt ab von der Reinigung der feinstofflichen Körper des Menschen.

Die geistige und die religiöse Reinigung bewirken Wunder aufgrund des großen Reinigungseffektes. Leider trägt sie nicht zum Schutz vor schädlichen Strahlungen bei. Das bedeutet: Auch nach der geistigen und der religiösen Reinigung wird das biologische Feld des Menschen weiter zerstört.

Die Prävention der "Verunreinigung" der feinstofflichen Körper des Menschen – des ätherischen, des emotionalen, des mentalen – und deren Reinigung ist heute zur absoluten Notwendigkeit geworden. Wenn dies heute nicht geschieht, wird die Mißachtung des menschlichen Organismus morgen nicht mehr verziehen werden.

Leider gibt es heute verantwortungslose sogenannte Experten, die das Gewünschte als Realität verkaufen: Sie versuchen immer wieder, davon zu überzeugen, dass z. B. Handys keine Gefahr für die Menschen seien. Wohin führen uns diese Experte? – Zu einem ständig steigenden Konsum von Elektrosmog.

Warum müssen die feinstofflichen Körper des Menschen gereinigt werden? Ganz einfach: Damit der Mensch gesund wird und es auch bleibt. Unter diesem Gesichtspunkt sieht die oben genannte logische Kette wie folgt aus:

 

ÖKOLOGIE DER UMWELT ↔ MENSCHLICHER ORGANISMUS + BIOFELD (die feinstofflichen Körper) ↔ ÖKOLOGIE DER UMWELT.

 

 

 

Empfehlungen für die Reinigung der Ausscheidungssysteme:

 

Es wurde bereits erwähnt, dass gerade das Wasser sich als die Grundlage des Zellenmilieus, als das universale Lösungs,- und Transportmittel erweist. Eine effektive Reinigung des Organismus erfordert die Erfüllung folgender drei Aufgaben:

 

- Aktivierung des humoralen Transportes im Interzellulärraum (Interstitium),

- Aktivierung des Lymphsystems,

- Reinigung des Blutes.

 

Die Natur hat für alles bereits vorgesorgt und stellt bestimmte Heilpflanzen für diese Zwecke zur Verfügung:

 

1. Hagebutte: 100 ml eines Hagebuttenaufgusses 2-mal täglich nach dem Essen trinken – zur Unterstützung der Interzellulärräume, des Lymphsystems, des Myokardes, des Darms, der Leber, von Muskeln.

 

2. Bergenien: 1 EL zerkleinerter Wurzeln mit kochendem Wasser (150 ml) übergießen und 2-mal täglich je 1EL davon trinken – zur Unterstützung der Interzellulärräume.

 

3. Preiselbeere: 100 ml eines Preiselbeeraufgusses 2-mal täglich trinken – zur Reinigung der Gefäße zur gesteigerten Absonderung von Gallensaft.

 

4. Weidenröschen: 1 EL Blätter und Blüten mit kochendem Wasser (0,5 Glas) übergießen, 12 Stunden in einer Thermoskanne ziehen lassen und 2-mal täglich je 100 ml davon trinken – zur Reinigung der Lymphe.

 

5. Ringelrose (Calendula): 100 g Blüten mit kochendem Wasser übergießen und 2-mal täglich davon trinken – zur Aktivierung des Lymphsystems und zur Immunomodulation.

 

6. Löwenzahn: 1 EL zerkleinerter Wurzeln mit kochendem Wasser übergießen und an 7 Tagen hintereinander 1-mal täglich je 100 ml vor dem Essen davon trinken – zur Blutreinigung.

 

7. Petersilie: 2 EL eines Aufgusses zerkleinerter Petersilienwurzeln 2-mal täglich Trinken – zur Nierenreinigung.

 

8. Bitterer Beifuß: getrocknete Blätter und Triebe zu Pulver zerreiben, eine Priese des Pulvers mit kochendem Wasser (0,5 Glas) übergießen, 10 Sekunden ziehen lassen und in kleinen Schlucken austrinken – zur Reinigung des Blutes und des Magen-Darm-Traktes.

 

9. Schwarze Johannisbeere: 100 g Blätter oder Beeren mit kochendem Wasser übergießen und 2-mal täglich davon trinken – zur Reinigung der Leber, des Myokardes und der Blut- und Lymphgefäße.

 

Alle Aufgüsse sind an 21 Tagen hintereinander zu trinken, wenn im Text nichts anderes geschrieben steht.

 

 

Es gibt pflanzliche Wirkstoffe zur Unterstützung des humoralen Transportes im Interzellulärraum und des Lymphsystems:

 

-  Ginko-Extrakte,

-  Süßholzwurzel (Lakritz),

-  Grüner Tee.

 

Es gibt pflanzliche Wirkstoffe gegen Parasiten:

 

-  Gerb- und Bitterstoffe,

-  Knoblauch-Extrakte,

-  Rinde der Ameisenbäume,

-  Walnussblätter.

 

Im Fall einer fortgeschrittenen Krankheit sollte man chemische Arzneimittel anwenden, und zwar unter ärztlicher Kontrolle.

 

 

Der Plan prophylaktischer Maßnahmen:

 

1. Wasser ausreichend trinken (Trinkwasser in guter Qualität und ohne Kohlensäure) – ein gesunder Organismus braucht 1,5-2,0 Liter Wasser am Tag;

 

2. Das Schutzgeräte ATOX oder QUINTESS am Körper tragen – zur Reinigung der feinstofflichen Körper;

 

3. gesunde Lebensart, ausgewogene Ernährung;

 

4. Blutreinigung 1-mal im Jahr;

 

5. Reinigung des Magen-Darm-Traktes 2-mal im Jahr;

 

6. Antiparasitares Programm 2-mal im Jahr;

 

7. Leberreinigung 1-mal im Jahr;

 

8. Nierenreinigung 1-mal im Jahr;

 

9. Lymphreinigung 1-mal im Jahr.

 

 

Testen Sie sich selbst, indem Sie folgende Fragen beantworten:

TEST

Feststellung der ökologischen Sauberkeit des Organismus sowie der Qualität der Funktion der Ausscheidungssysteme (Lymphe, Nieren, Lunge, Haut, Magen-Darm-Trakt)

Nr.

Frage

Ja

2 Punkte

Gelegentl.

1 Punkte

Nein

0 Punkte
1
Sie sind oft müde, lässt Ihre Arbeitsleistung in der letzten Zeit nach?      
2
Bemerken Sie, dass Sie, energetisch gesehen, "ausgelaugt" sind?      
3
Haben Sie gelegentlich Kopfschmerzen ohne sichtbaren Grund?      
4
Werden Sie im Laufe des Arbeitstages schnell müde? Gelingt es Ihnen nur langsam, sich wiederherzustellen?      
5
Haben Sie unregelmäßigen Stuhlgang (nur alle 2-3 Tage)?      
6
Reagieren Sie allergisch mit Heuschnupfen oder einem Hautausschlag?      
7
Schwitzen Sie nachts viel?      
8
Haben Sie vergrößerte Lymphknoten?      
9
Haben Sie gelegentlich leicht erhöhte Temperatur (37,1 – 37,2) ohne Erscheinungen einer Erkältung?      
10
Waren Sie in der letzten Zeit oft erkältet?      
11
Schwitzen Sie am Tage, ohne physisch angestrengt zu sein?      
12
Haben Sie Mundgeruch?      
13
Haben Sie morgens schleimigen Husten, ohne erkältet zu sein?      
14
Haben Sie Potenzprobleme?      
15
Leiden Sie an Durchfällen, Verstopfungen, Blähungen, Luft im Darm?      
16
Hat Ihre Gesichtsfarbe sich geändert, ist sie grau geworden oder sieht sie zunehmend grau aus, als wäre das Gesicht schmutzig?      
17
Sind Ihre Haare trocken, brüchig und nicht mehr glänzend und "leuchtend" ?      
18
Sind Ihre Nägel brüchig, gestreift und dünn ?      
19
Haben Sie Veränderungen in Ihrem Urin festgestellt (Geruch, Farbe, Trübungen, Ablagerungen)?      
20
Haben Sie allergische Hautausschläge?      
21
Leiden Sie an Juckreiz?      
22
Regen Sie sich ohne Grund schnell auf?      
23
Leiden Sie unter Schmerzen an kleineren Gelenken (Hände, Füße)?      
24
Haben Sie oft Durst und einen trockenen Mund?      
25
Haben Sie beim Zähneputzen morgens plötzlich das Gefühl, sich übergeben zu müssen?      
26
Leiden Sie an Schlafstörungen oder Albträumen?      
27
Kommen Sie beruflich mit schädlichen chemischen Substanzen in Berührung?      
28
Rauchen Sie?      
29
Konsumieren Sie übermäßig Alkohol?      

 

 

Beträgt die Gesamtzahl Ihrer Punkte von 0 bis 8, dann entspricht der Zustand Ihres Organismus der Norm; die Ausscheidungssysteme sind intakt.

 

Beträgt die Gesamtzahl Ihrer Punkte von 9 bis 20, dann sind ein oder mehrere Ihrer Ausscheidungssysteme (Magen-Darm-Trakt, Leber, Nieren, Lunge) beeinträchtigt; es ist zu empfehlen, Ihre Lebensart oder Ihre Essgewohnheiten zu korrigieren und das Gerät ATOX oder das Gerät Quintess zu tragen.

 

Liegt die Gesamtzahl Ihrer Punkte über 30, dann sind alle Systeme Ihres Organismus stark beeinträchtigt; es ist eine Reinigung des gesamten Organismus erforderlich – es ist äußerst wichtig, Ihre Lebensart und Ihre Essgewohnheiten zu korrigieren und eine medikamentöse Therapie zur Wiederherstellung des Immunsystems durchzuführen.

 

 

 

Schlussfolgerung:

 

Der menschliche Organismus war nach dem hierarchischen Prinzip als ein vollkommenes System aufgebaut. Der Organismus war fähig, sich selbst zu heilen, zu reinigen und fortzuentwickeln. Heute sind all diese Prinzipien zerstört, und zwar aufgrund erheblicher anthropologischer Einwirkungen unterschiedlichen Charakters. Daher muss der menschliche Organismus geschützt werden; er braucht Unterstützung in Bezug auf seine Gesundung. Um die Gesundheit des Menschen zu bewahren und dessen Fähigkeit zum Leben zu unterstützen, ist nur eine einzige Vorgehensweise richtig und logisch, und zwar jene:

 

-  negative Risikofaktoren exogener (Toxine, Strahlungen) und endogener Herkunft zu beseitigen;

 

-  beeinträchtigte Gewebe und Organe zu initialisieren und zu stimulieren mit dem Ziel, sie widerherzustellen;

 

-  das Immunsystem zu regulieren, zu aktivieren und ins Gleichgewicht zu bringen mit dem Ziel, den Organismus vor Bakterien, Viren, Pilzen und Endoparasiten zu schützen.

 

 

 

 

Moskau, den 09. Februar 2009

 

 

Übersetzung aus dem Russischen:  © Ludmilla Mendelewa 2009